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Zentralkomittee der deutschen Katholiken fordert unabhängige Aufarbeitung von Sexualvergehen in der Kirche

Themenbild: Pixabay

Berlin. Das Zentralkomittee der deutschen Katholiken fordert mehr politische Einflussnahme bei der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche.

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte am Freitag im Inforadio vom rbb: „Ich glaube nicht mehr, dass die Kirche allein die Aufarbeitung schafft, sondern wir müssen uns der Frage stellen […], ob es nicht ein besserer Weg wäre, wenn wir auf der politischen Seite im Sinne der Unabhängigkeit der Aufarbeitung mehr Einflussnahme hätten – beispielsweise über einen Ausschuss im Parlament, über eine Kommission, über eine Wahrheitskommission.“

Stetter-Karp erklärte: „Es ist offensichtlich, dass auch im Jahr 2022 die bittere Realität heißt: Das System von Vertuschung, Vergessen und schneller Vergebung gegenüber den Tätern ist nicht aufgebrochen worden.“ Bei der nächsten Synodalversammlung brauche es klare Voten für ein Ende des Machtmissbrauchs: „Es ist höchste Zeit, dass Betroffene zu Beteiligten gemacht werden.“

Die Präsidentin der Laienbewegung räumte zudem ein, „dass insgesamt die Katholikinnen und Katholiken in ihren Organisationen in Deutschland auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass in den Diözesen zu zögerlich unabhängige Kommissionen gebildet wurden, dass wir selbst auch in den vergangenen Jahren zunächst die Betroffenen nicht ausreichend in den Blick genommen haben.“

PM/RBB

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